Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln - Löschgruppe Loikum

 

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Dieser Gedanke wird in Loikum und auch anderswo schon Jahrhunderte praktiziert. Nachbarschaftliche Beziehungen untereinander wurden und werden auch heute noch in Loikum sehr hoch gehalten, denn in Freud und Leid, auf Feiern und bei Arbeitseinsätzen, konnte niemand so schnell zur Stelle sein wie  eben die Nachbarn. So auch bei Schadensereignissen wie Notlagen für Mensch und Tier, Hochwasser oder Feuersbrünsten. Diese Nachbarschaftliche Hilfe ist der Ursprung der ersten Bürgerwehren.

Die Anfänge der Feuerwehr in Loikum finden sich in einem alten Schuppen, der seinerzeit neben der Pastorat stand. Dort wurde eine alte Handdruckpumpe aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts aufbewahrt. Diese Handpumpe, die sich auch heute noch im Besitz der Feuerwehr Loikum befindet, wurde von den Bürgern beim Ausbruch eines Feuers aus dem Schuppen geholt und zum Einsatz gebracht.

Anfang der 30er Jahre, als auf den Bauernhöfen der Umgebung immer größere und teurere Maschinen angeschafft und auch die Viehbestände immer größer wurden, überlegte man auch in Loikum, eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen.

Heinrich Leenders warb mit Billigung vom Amt Haldern junge Männer an, um damit eine standhafte Truppe zur Bekämpfung von Brandkatastrophen aufzustellen.

Im Frühjahr 1935 war es dann soweit; die im Folgenden genannten Personen begründeten die erste Feuerwehr in Loikum und waren somit die ersten Feuerwehrmänner im Ort:

Heinrich Leenders Wilhelm Titt  Heinrich Schlebes
Wilhelm Hülsken      Josef Stockhorst Hermann Borkes
Paul Sprünken Alois Bovenkerk Gerhard Bovenkerk
Heinrich Vehns Alois Gries Hans Buschmann
Johann Großbölting Franz Terhors Gerhard Busch
Gerhard Bongert Hermann Schlebes

 

 

Gerätehaus Antoniusstr.

 

Sie bekamen alle eine Uniform, Helm und Hakengurt, und es wurde ein kleines Feuerwehrhaus an der Antoniusstrasse (heute Höhe Weiler) mit einem Holzturm zum Trocknen von Schläuchen gebaut. Ferner wurde wie bei vielen Feuerwehrhäusern, die in dieser Zeit gebaut wurden, eine kleine Zelle eingerichtet zur vorübergehenden Unterbringen von Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren.

Als erstes großes Gerät bekamen die Loikumer Feuerwehrleute eine Motorspritze TS4, Hersteller Magirus für 200 Mark von der Freiwilligen Feuerwehr aus Haldern. Diese Motorpumpe förderte 400 Liter Wasser in der Minute. Sie wurde auf einer Lafette, wie auch alle anderen Geräte und das Schlauchmaterial, transportiert. Diese Lafette wurde von einem 6-Sitzer Studebaker gezogen. Dieses ausgediente Modell hatte man sich von der Duisburger Feuerwehr besorgt. Wegen des enormen Öl- und Benzinverbrauchs und sonstiger Defekte wurde dieses Ungetüm aber bald wieder ausgemustert. Wilhelm Hülsken und Paul Sprünken, die beide zu dieser Zeit einen eigenen PKW besaßen, wurden jetzt vom Amt in Haldern dienstverpflichtet bei sämtlichen Einsätzen und Übungen die Lafette an Ort und Stelle zu bringen.

Für 5,- Mark im Jahr war Feuerwehrmann Wilhelm Hülsken schon seit dem 1. Weltkrieg verpflichtet worden, die Handspritze zu pflegen und einsatzbereit zu halten. Nun kam es auch schon bald zu kleineren und größeren Einsätzen, bei denen sich die Loikumer bewähren konnten.

 

Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurden einige Feuerwehrleute zum Militär eingezogen, so dass es schon bald an freiwilligen Feuerwehrleuten fehlte. Man ging dazu über, Jungen und Männer die noch vom Kriegsdienst verschont blieben, zwangsweise bei der Feuerwehr zu verpflichten. In Loikum wurde die Hitlerjugend fast vollständig der Feuerwehr zugeordnet.

1942 musste der Wehrführer von Loikum, Brandmeister Heinrich Leenders, seinen Dienst aus Altersgründen quittieren. Zum Nachfolger als Wehrleiter wurde Schullehrer Alois Kleinert eingesetzt.

Gerhard Bongert musste zu dieser Zeit einen Gruppenführerlehrgang an der Feuerwehrschule in Koblenz absolvieren, um diese Funktion in Loikum wieder besetzen zu können. Der Posten war mit der Einberufung von Heinrich Vehns zum Kriegsdienst seit 1935 unbesetzt gewesen.

Schon Ende 1943 wurde dann auch Brandmeister Alois Kleinert zum Militär einberufen. Johann Schlebes wurde als Brandmeister und Wehrführer in Loikum vorgeschlagen. Zunächst musste er jedoch seinen Brandmeisterlehrgang an der Feuerwehrschule in Koblenz bestehen. Danach wurde er vom Amt in Haldern als neuer Brandmeister und Wehrführer in Loikum eingeführt.

Auch Loikum wurde zu dieser Zeit nicht von den Bombenverbänden der Kriegsgegner verschont. Um schnell auf Angriffe mit Brand- und Sprengbomben reagieren zu können und Menschenleben sowie Hab und Gut der Bevölkerung zu retten, wurden von der Feuerwehr Nachtwachen aufgestellt. Diese waren auch dafür zuständig, dass alle Höfe und Wohnhäuser bei Nacht gut abgedunkelt waren.

 Auf den Feuerwehrdiensten, die jeden Dienstagabend stattfanden, musste man immer damit rechnen, vom Kreiswehrführer Andrießen aus Wesel kontrolliert zu werden, ob auch alle Kameraden vollzählig in Uniform, Hakengurt, Stahlhelm und Gasmaske anwesend waren. Zum eigenen Schutz, wurden bei Übungsfahrten oder auch im Einsatzfallzwei Feuerwehrleute auf die vorderen Kotflügel des Löschfahrzeuges gesetzt, um früh genug feindliche Flugzeuge zu erspähen. Bei Gefahr konnte man so rechtzeitig in Deckung gehen.

In den letzten zwei Jahren des Krieges wurden auch die beiden PKW's der Feuerwehrleute Sprünken und Hülsken beschlagnahmt, so dass die Loikumer Feuerwehr ganz ohne Mannschaftswagen auskommen musste. Bei Einsätzen mussten die Motorspritze und die Geräte von Pferdewagen zum Einsatzort gebracht werden. Die Bereitstellung von Pferd und Wagen im Einsatzfall dauerte jedoch zu lange und so blieb bei Brandeinsätzen oft nicht mehr viel zu retten.

In den letzten Kriegstagen wurde die Loikumer Wehr auch zum Brand in der Stadt Rees beordert. Mit Glück sind alle Wehrleute ohne nennenswerte Schäden wieder nach Hause zurückgekommen. Weniger Glück hatte die Loikumer Feuerwehr beim letzten großen Einsatz kurz vor Ende des Krieges bei Bauer Hasenkamp in Wertherbruch. Durch feindlichen Beschuss war das Gehöft in Brand geraten.

Hier konnten die Wehrleute noch die Motorspritze zum Einsatz bringen, kamen aber dann selber unter gezieltes Artilleriefeuer und mussten alles im Stich lassen, um ihr eigenes Leben zu retten.

Später konnte die Motorspritze zwar noch in einer Nacht und Nebel Aktion aus Wertherbruch zurückgeholt werden, das Schlauchmaterial war aber entweder zerstört oder als Treibriemen für Mühlen und Dreschmaschinen zweckentfremdet worden. So brannten am Ende des Krieges viele Loikumer Höfe ab, ohne dass überhaupt noch gelöscht werden konnte.

Als der Krieg vorüber war und auch einige Feuerwehrleute heimkehrten, begann Brandmeister Johann Schlebes damit, die Feuerwehr wieder aufzubauen. Leider kam es dann in Folge der Verteilung von neuen Fahrrädern unter den Feuerwehrleuten zu Streit, sodass viele von den Gründungsmitgliedern der Feuerwehr für immer den Rücken kehrten.

1948 waren dann so viele von den jüngeren Wehrleuten aus der Gefangenschaft nach Hause gekommen, dass Brandmeister Johann Schlebes wieder über zwei Löschgruppen verfügen konnte. Zunächst sehr spärlich bekam man dann in den 50er Jahren auch in Loikum wieder Schlauchmaterial und Gerätschaften vom Amt in Haldern zugeteilt. Dazu bekamen die Loikumer eine gebrauchte TS8 mit einer Förderleistung von 800 Litern Wasser in der Minute. Die Lafette mit der TS8 wurde jetzt vom erstbesten Traktor, der zur Stelle war, zum Einsatz gebracht.

In der folgenden Zeit wurde die Loikumer Wehr vom Amt Haldern mit einem Feuerwehrwagen bedacht, einem Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug (TSF), Marke Ford. Dieser Wagen ist bis 1992 im Einsatz gewesen. Am Ende seiner Dienstzeit hatte das Fahrzeug dann doch so manche Eigenheit, die dem ungeübten Fahrer das Leben schwer machen konnte. Die Kameraden erinnern sich heute sicher mit einem Schmunzeln an „den Knochen“ zum einschalten der 6 Volt Spannungsversorgung, das einseitige Bremsen oder das Blaulicht, dass sich im Standgas nicht drehte. Es soll sogar Fahrten auf zwei Rädern gegeben haben und angeschoben wurde der Wagen mehr als einmal.

Johann Schlebes war bis zum erreichen der Altersgrenze 1964 Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr. Arnold Schlebes, sein ältester Sohn, hat 1963 in Münster an der Feuerwehrschule einen  Brandmeisterlehr-gang absolviert. So konnte das Amt des Brandmeisters 1964 von Johann an Arnold Schlebes übergeben werden. Bereits im Herbst 1965 ist Johann Schlebes dann verstorben. Arnold Schlebes warb danach viele junge Männer an und begeisterte sie für den Dienst am Nächsten. So bekam die Loikumer Wehr wieder frischen Wind.

1974 wurde ein neues Gerätehaus gebaut, denn das alte Haus war nun zu klein für die vielen technischen Geräte, die nun mehr und mehr dazukamen. So konnte dann auch  Ende 1974 das neue und große Löschgruppenfahrzeug LF8 mit Vorbaupumpe dazu kommen.

Am 1. Mai 1974 wurde Berthold Boland nach einem Feuerwehrlehrgang in Münster vom Amt Haldern zum Unterbrandmeister und stellvertretenden Wehrführer des Löschzuges Loikum ernannt.

1975 verlor die Gemeinde Loikum ihre Selbständigkeit. Mit der Eingemeindung nach Hamminkeln ist die Loikumer Feuerwehr als Löschzug Loikum der Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln unterstellt worden. Als letzte Amtshandlung vom Amt Haldern an die Loikumer Wehr wurde Arnold Schlebes zum Oberbrandmeister befördert. Die Zusammenarbeit mit den 4 Gemeinden des Amtes Haldern hat bis dahin immer sehr gut funktioniert.

1980 bestand Unterbrandmeister Berthold Boland die Brandmeisterprüfung an der Feuerwehrschule Münster mit Erfolg und wurde vom Amt Hamminkeln zum stellvertretenden Löschzugführer von Loikum ernannt. Die damals jungen Feuerwehrmänner fingen an Lehrgänge für Sprechfunk, Maschinisten, technische Hilfe und das Tragen von schweren Atemschutzgeräten zu besuchen. Das zeigt schon die Veränderung im Einsatzspektrum der Feuerwehr in diesen Zeiten.

Die Unterstützung durch neue technische Einrichtungen und Geräte wurde aufgrund der Größe und Vielfalt der Einsätze immer wichtiger.

Damals begann auch die Teilnahme am jährlichen Leistungsnachweis der Feuerwehren, der die Wehrleute zum Wettkampf schon nach Xanten, Hünxe, Duisburg usw. brachte.

Dabei werden die Wehrleute in sportlichen, praktischen und theoretischen Übungen geprüft. Fragen zum Feuerwehrwesen sind zu beantworten und eine praktische Angriffsübung ist durchzuführen, bei der es auf Zeit, aber auch auf Fehlerfreiheit ankommt.

Außerdem ist die Sportlichkeit in einem Hindernisparcours unter Beweis zu stellen. Nach bestandener Prüfung sind die Wehrleute berechtigt das Feuerwehrleistungsabzeichen zu tragen.

Einige Kameraden haben inzwischen bereits zum 25ten Mal teilgenommen. Neben dem Reiz des Wettkampfes und der fortwährenden Ausbildung ist mit dieser alljährlichen Veranstaltung auch die Pflege der Kameradschaft verbunden.

1985 Stand dann ein besonderes Ereignis an. Die Loikumer Feuerwehr wurde 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde mit einem großen Fest gefeiert. Die Feuerwehr lud viele Gäste aus anderen Feuerwehren der Gemeinde Hamminkeln und Umgebung ein. Natürlich durften auch die Kameraden aus Haldern, mit denen man so viele Jahre gut zusammengearbeitet hatte, nicht fehlen. Außerdem wurde auch die Loikumer Bevölkerung zum Fest gebeten sowie Ehrengäste und Vertreter aus Politik und Verwaltung eingeladen. Im Rahmen des Loikumer Schützenfestes wurde das Jubiläum am Freitagabend im Festzelt begangen. Die Feuerwehrleute putzten sich mit ihren Uniformen und den historischen Helmen mit „Pickel“ heraus. Auch die alte Pumpe aus den Anfängen der Feuerwehr in Loikum hatte ihren Auftritt während des Festakts.

Schon immer hat die Feuerwehr in Loikum ihr Glück und Ihre Entwicklung selber in die Hand genommen. Auch Ende der 80er Jahre als es den Kommunen finanziell noch deutlich besser ging als heute, wurde selber Hand angelegt, um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben und das Gerätehaus mitten im Dorf zu pflegen. Die Grünanlagen um das Gerätehaus wurden immer wieder durch die Feuerwehr in Stand gehalten und erneuert. So auch im Rahmen des Neubaus der Loikumer Bürgerhalle in direkter Nachbarschaft zur Feuerwehr.

1998 wurde in Eigenleistung ein elektrisch angetriebenes Tor in die Fahrzeughalle eingebaut. Ausstattung wie Kopierer, Fernseher und Videogerät oder Möbel wurden durch die Kameraden beschafft oder zur Verfügung gestellt. Dabei wurde und wird die Feuerwehr auch immer wieder von der Loikumer Bevölkerung unterstützt.

Auch zum 55-jährigen Bestehen wurde wieder gefeiert. Die 1. texanische Feuerwehrnacht stand an. Im Oktober 1990 wurde neben einer Großübung der Feuerwehren aus Hamminkeln am Kindergarten in der neuen Bürgerhalle ein tolles Fest mit Life-Band und Bullenreiten veranstaltet. Unter großer Beteiligung der Loikumer Bürger und vieler Feuerwehrleute aus der Umgebung wurde bis morgens früh gefeiert.

1990 ist Arnold Schlebes mit Vollendung des 60. Lebensjahres nach 46 Jahren im aktiven Dienst, davon 26 Jahre als Löschzugführer, in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet worden. Sein Nachfolger als Löschzugführer wurde Berthold Boland. Neuer stellvertretender Löschzugführer wurde nach bestandenem Lehrgang zum Brandmeister an der Landes-Feuerwehrschule in Münster Gregor Schweckhorst.

Nach über 30-jähriger Dienstzeit wurde 1992 das alte TSF ausgemustert und gegen ein neues Mannschafts-Transport Fahrzeug (MTF) ersetzt. Mit einem Festakt am 24.05.1992 im Rahmen eines Tages der offenen Tür wurde das Fahrzeug der Loikumer Feuerwehr übergeben und feierlich eingeweiht. Das neue MTF bietet Platz für bis zu 9 Feuerwehrleute und transportiert technisches Gerät wie Kettensäge und Verkehrsicherheits-Ausrüstung zur Einsatzstelle. Ebenso wird es für Transport-, Lehrgangs- und Kurierfahrten eingesetzt.

Seit einigen Jahren gehört auch der Sport zu den Aktivitäten der Feuerwehr in Loikum. Neben Einladungen zu Wasserballturnieren und „Spielen ohne Grenzen“ nach Feuerwehrart sind die Loikumer Feuerwehrleute auch immer wieder als Läufer zügig unterwegs. Ob beim internationalen Feuerwehrlauf in Amsterdam oder beim Crosslauf in Düppenweiler – die Loikumer sind meistens mit Medalien oder Pokalen wieder nach Hause gekommen.

Thomas Wingerathin der Einzelwertung und die Staffel mit Heinz Elshof (Hamminkeln), Carsten Nienhaus und Thomas Wingerath wurden 1998 deutsche Feuerwehr Crossmeister. Jüngstes Projekt war der Staffellauf der Feuerwehren über 5x5km in Weeze im September 2010 (das Abschneiden der Loikumer stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest).

Ein besonderes Ereignis in jedem Jahr ist sicherlich die Brunnenprobe zwischen Weihnachten und Neujahr. An diesem Tag werden die Löschbrunnen in Loikum auf ihre Spezifikation geprüft. Bringen sie noch genug Wasser? Wie hoch steht das Grundwasser? Sind sie technisch noch in Ordnung? In zwei oder drei Trupps werden so alle Brunnen geprüft. Neben dem feuerwehrtechnischen Hintergrund hat dieser Tag inzwischen sicher auch gesellschaftliche und kameradschaftliche Bedeutung. An den Brunnen werden die Feuerwehrleute häufig schon von den benachbarten Anwohnern begrüßt und mit Spenden oder Getränken bedacht. Am Nachmittag endet der Tag immer mit einem gemütlichen Kaffeetrinken bei einem der Wehrleute zu Hause. So wird neben der eigentlichen Aufgabe des Brunnenprüfens auch eine Tradition von Jahr zu Jahr fortgesetzt. 

2001 wurde das alte LF8 nach 27 Jahren im Dienste der Loikumer Feuerwehr durch eine neues und modernes Löschgruppen Fahrzeug LF8/6 ersetzt. Das alte LF fand seinen Weg ins ehemalige Jugoslawien, wo es wahrscheinlich heute noch seinen Dienst tut. Das neue LF8/6 hat neben der Ausrüstung zur Brandbekämpfung mit Tragkraftspritze und eingebauter Pumpe auch einen Wassertank mit 600l Inhalt und technisches Gerät wie Rettungsschere und –spreitzer an Bord. Rettungsbrett und Stromaggregat, die im Übrigen auch wieder durch Eigeninitiative und Spenden angeschafft werden konnten, ergänzen diese Ausrüstung noch.

Das Jahr 2006 wird sicher allen Feuerwehleuten und der gesamten Loikumer Bevölkerung noch in guter Erinnerung sein. Das neue Feuerwehrgerätehaus - geplant als Erweiterung des alten Hauses, realisiert als kompletter Neubau –  konnte im September eingeweiht werden. Zusammen mit dem Jugendraum unterhalb der Fahrzeughalle war die Errichtung des Gebäudes eine besondere und gelungene Anstrengung der Loikumer insgesamt. Daher haben wir dem Neubau des Gerätehauses einen eigenen Artikel in dieser Festzeitschrift gewidmet.

Im Hinblick auf das Erreichen der Altersgrenze von Berthold Boland im Jahre 2008 wurde Andre Hengstermann 2004 nach seinem Zugführer-Lehrgang zum Brandinspektor und stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt. Doch durch den viel zu frühen Tod von Andre sollte es zu diesem geplanten Wechsel an der Spitze der Loikumer Feuerwehr nicht kommen. Nach bestandenem Gruppenführer-Lehrgang wurde Carsten Nienhaus 2008 zum Brandmeister und neuem Löschgruppenführer bestellt. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Brandmeister Martin Wingerath leitet er seit dem die Geschicke der Loikumer Feuerwehr.

 

 

Text: Peter Exo

(mit Auszügen aus der Festzeitschrift zum 50-jährigen bestehen 1985)

 

 

All denen, die die Arbeit der Loikumer Feuerwehr unterstützen und die durch ein Inserat, ihre Spende oder ihre Mitarbeit zum Gelingen der Feier unseres 75-jährigen Bestehens beigetragen haben, sei an dieser Stelle noch mal herzlich gedankt.

 

Die Kameraden der Löschgruppe Loikum